Freitag, 14. April 2017

French Toast à la Sarah

Es ist etwas ruhiger geworden hier auf meinem Blog. Was einfach damit zu tun hat, dass ich momentan zwar ziemlich viel backe, allerdings nicht für meinen Blog. Pünktlich zum Start der Osterfeiertage gibt es nun aber eine neue Kreation von mir. Es handelt sich um meine Version der bekannten "French Toasts".



Was sie zu meiner Version macht? Nun, ich habe sie nicht nur in eine Eimischung getunkt, sondern ebenfalls paniert, und zwar gleich doppelt. Wenn schon denn schon. Gesüsst habe ich die Panade mit Ahornsirup, verfeinert ist sie mit Quark, Sahne und, da ein gewisser spezieller Touch nicht fehlen darf, Rosmarin. Die French Toasts schmecken schon pur gegessen himmlisch - unfassbar saftig und aromatisch. Aber selbstverständlich habe ich mir noch ein paar passende "Dips" dazu einfallen lassen.



Da Erdbeeren und Rhabarber gerade Saison haben, habe ich mich dazu entschieden, aus ihnen zwei köstliche Dips herzustellen. Einerseits ein Erdbeer-Rhabarber-Kompott, das ich mit etwas Vanille und Limette verfeinert habe, und andererseits einen Erdbeerquark mit marokkanischer Minze aus dem eigenen Garten, sowie Limette. Dazu gibt es noch Ahornsirup und, für die nussige Note, geröstete Pekannüsse. Ein Träumchen.



Was ihr dazu braucht:

(Für 2 Personen)

Für die French Toasts:
2 Scheiben Brot (Weissbrot oder Brioche)
2 Eier
2-3 EL Ahornsirup
1 EL Quark
1 EL Sahne
1 Prise Salz
1/2 - 1 TL Rosmarin, gemahlen (je nach Geschmack)

Für das Erdbeer-Rhabarber-Kompott:
75g Rhabarber
50g Erdbeeren
1-2 EL Zucker (je nach Geschmack)
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1/2 Limette, abgeriebene Schale

Für den Erdbeerquark:
100g Magerquark
40g Erdbeeren, püriert
2 EL Pfefferminzsirup
1/2 Limette, abgeriebene Schale
2-3 Blatt frische Minze, fein gehackt

Zusätzlich:
Ahornsirup
40g Pekannüsse, gehackt und geröstet
Paniermehl
Butter zum Braten der French Toasts



Und so geht's:

1. Für den Erdbeerquark alle Zutaten gut miteinander verrühren. Bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.

2. Für den Erdbeer-Rhabarber-Kompott Erdbeeren vierteln und den Rhabarber in Scheiben schneiden. Mit ganz wenig Wasser in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur, gemeinsam mit dem Zucker, weich kochen. Mit Vanille und Limettenschale abschmecken. Leicht anpürieren, es dürfen aber ruhig noch einige Stückchen drin bleiben.

3. Für die French Toasts Eier mit einem Schwingbesen gut verquirlen. Ahornsirup, Quark, Sahne, Salz und Rosmarin hinzugeben. Paniermehl in einen Teller geben. Die Brotscheiben nun zunächst in die Eimischung tunken, ruhig ca. 1 Minute drin lassen, so dass sie sich schön vollsaugen können. So werden sie danach herrlich saftig. Anschliessend ins Paniermehl geben, schauen dass alle Seiten damit überzogen sind. Um einen schön knusprigen Mantel zu bekommen, paniere ich das Brot noch ein zweites Mal, indem ich es zunächst wieder kurz in die Eimischung gebe, dann im Paniermehl  wälze. Falls etwas Ei und Paniermehl übrig bleibt, die Paniermehlbrösel in die Eimischung geben, diese können dann ebenfalls kurz zu knusprigen Brösel gebraten werden.

4. Eine Bratpfanne auf mittlere Temperatur erwärmen, 1-2 EL Butter hineingeben und warten, bis sie geschmolzen ist. Das Brot nun hineinlegen und von allen Seiten schön goldbraun braten. Dabei am besten daneben stehen bleiben und immer wieder etwas Butter hinzugeben.

5. Die French Toasts werden am besten warm genossen. Ich habe die Dips, also den Erdbeer-Rhabarber-Kompott, den Erdbeerquark, den Ahornsirup sowie die Pekannüsse in kleine Schälchen gegeben, so kann sich jeder nehmen was er möchte. Bei den Dips sind der Kreativität allerdings keine Grenzen gesetzt. So passen auch Joghurt Nature, frische Beeren oder Apfel-Zimt-Kompott herrlich dazu.



Diese French Toasts sind perfekt für's Frühstück oder einen Brunch geeignet. Aber auch für diejenigen, die es zum Abendessen gerne süss mögen, sind sie wunderbare, einfach zubereitete Köstlichkeit. Ich wünsche euch viel Spass beim Nachmachen und wunderschöne Ostertage,

eure Sarah.

Freitag, 7. April 2017

Buttrige Hefebrötchen

Ein Rezept, das ich euch schon lange vorstellen wollte, ist das meines Hefezopfs. Denn diesen gibt es für meine Familie jeden Sonntag zum Frühstück. Und wie mein Papa so schön zu sagen pflegt, ohne ihn ist es eben kein richtiger Sonntag.



Passend zu Ostern habe ich den Teig dieses Mal in kleine Brötchen verwandelt, denn so passen sie perfekt zum Osterbrunch. Das Rezept dazu habe ich von meiner Mama, die es wiederum von ihrer Mama bekam. Ein paar Kleinigkeiten habe ich verändert und so wurde daraus das für mich beste Hefezopfgebäck. Wie ihr Name schon sagt basieren sie auf einem Hefeteig, der mit einer grossen Menge Butter angereichert ist. Ich kann euch sagen, fluffiger und saftiger geht es fast nicht. Das Geheimnis dazu? Nun, erstens werden die Zutaten in lauwarmer Temperatur verarbeitet. Zweitens wird ein Vorteig hergestellt, damit sich die Hefe bereits ein erstes Mal entfalten kann. Und drittens wird der Teig sehr sehr lange mit einer Küchenmaschine, und anschliessend aber auch noch von Hand bearbeitet. Die Brötchen lassen sich übrigens je nach Lust und Laune mit vielen weiteren Zutaten wie Rosinen, Schokolade oder getrockneten Aprikosen z.B. anreichern. Oh etwas noch, bevor ich euch dann das Rezept verrate. Ihr könnt sie auch sehr gut einfrieren und wann immer ihr Lust habt herausnehmen und kurz, mit etwas Wasser beträufelt, nochmals aufbacken. Sie schmecken wie frisch zubereitet.



Was ihr dazu braucht:

(Für 7-8 Brötchen à 120g)

Für den Hefeteig:
500g Mehl
22g Hefe
2.5dl Milch
100g Butter
1 Ei
4 TL Zucker
1 TL Salz

Zusätzlich:
Hagelzucker oder Mandeln für das Topping
1 Ei
etwas Milch



Und so geht's:

1. Für den Hefeteig Mehl in eine Schüssel geben. Milch lauwarm erwärmen. Wichtig ist hier, dass die Temperatur wirklich lauwarm ist. Denn sowohl bei einer zu kalten als auch einer zu heissen Temperatur fühlt sich die Hefe nicht wohl. Einen kleinen Teil davon in ein Glas geben. Die Hefe darin auflösen und 1 TL des Zuckers dazugeben. Nun in der Mitte des Mehls eine Mulde formen und dieses Hefe-Milch-Gemisch hineingiessen. Mit wenig Mehl vermischen und bedecken. Mit einem Tuch zudecken und an einem warmen Ort bei ca. 30 Grad 15-30 Minuten gehen lassen (Vorteig).

2. In der Zwischenzeit die Milch nochmals lauwarm erwärmen. Die Butter in Stücken dazugeben und darin schmelzen lassen. Vom Herd nehmen und das Ei hinzugeben. Gut verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.

3. Wenn sich der Vorteig entwickelt hat, diese Milchmischung sowie das Salz und den Rest des Zucker hinzugeben. Wer mag kann ein paar Gewürze wie Zimt, Vanille oder Kardamom hinzugeben, oder aber auch etwas erfrischendes wie Orangen- oder Zitronenschale. Mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine für ca. 15 Minuten "kneten". Anschliessend noch ca. 5 Minuten von Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Erneut mit einem Tuch abdecken und für 1 Stunde bei wiederum 30 Grad gehen lassen.

4. 8 kleine "Kuchenförmchen" mit einem Durchmesser von 8cm mit Butter einfetten. Solltet ihr keine solche Förmchen haben, könnt ihr die Brötchen auch einfach auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen. Den Hefeteig aus der Schüssel nehmen. Dies ist nun der Punkt, an dem ihr was auch immer ihr mögt zum Teig hinzufügen könnt, beispielsweise ein paar Schokowürfelchen oder Rosinen. Teigstücke von jeweils 40g abwiegen und zu kleinen Kugeln formen. Jeweils 3 Kugeln in ein Förmchen oder auf das Backblech geben. Anstatt 3 Kügelchen à 40g könnt ihr auch eine Kugel von 120g abwiegen und in die Form bzw. auf das Backblech geben. Mit einem Küchentuch bedecken und nochmals für 30 Minuten aufgehen lassen. Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

5. Ein Ei mit etwas Milch vermischen und die Oberfläche der Brötchen damit bestreichen. Nun könnt ihr je nach Geschmack etwas Hagelzucker oder Mandelstifte darüber verteilen. Sie schmecken aber auch ohne Topping himmlisch. Für ca. 14-15 Minuten in der Mitte des Ofens backen.



Diese Brötchen sind für mich eine perfekte Köstlichkeit zum Frühstück, zum Brunch oder aber auch zum Abendessen. Ich mag sie am liebsten mit, ja ich weiss, noch mehr Butter, aber wenn schon denn schon. Dazu nehme ich dann etwas Marmelade, momentan gerade Erdbeere, oder Akazienhonig. Probiert sie doch selber aus und überzeugt euch von ihrem unglaublichen Geschmack. Ich wünsche euch viel Freude dabei,

eure Sarah.


 
 

Dienstag, 28. März 2017

Kokos-Limetten-Törtchen mit Ricotta und Erdbeeren (glutenfrei)

Wer meine Blogposts regelmässig liest, der weiss, dass ich ihn liebe. Die Rede ist vom Frühling. Die wärmeren Temperturen und die herrliche Sonne - ein Traum. Neben Himbeeren kommen auch Erdbeeren endlich wieder in die Geschäfte. Zugegeben, Erdbeeren mag ich ja sogar noch etwas lieber als Himbeeren. Verständlich also, dass ich aus den ersten qualitativ hochwertigen gleich etwas kreieren musste.



Vor einiger Zeit hat meinen Mama in einer Zeitschrift etwas über die Kombination von Kokosnuss und Limette gelesen - das müsse ich unbedingt auch einmal ausprobieren. Nun ihr Wunsch ist mir Befehl. Was ich daraus gemacht habe? Ein Kokos-Limetten-Törtchen mit Ricotta und Erdbeeren, das an Saftigkeit fast nicht zu übertreffen ist. Der Grund dafür ist Ricotta. Zusätzlich befinden sich Limettenschale und -saft, Kokosraspeln und Mandeln darin. Das Mehl habe ich dieses Mal übrigens weggelassen, wodurch diese Kreation eine glutenfreie Köstlichkeit darstellt. In der Konsistenz ist dieser Kuchen so etwas zwischen einem Kuchen und einem Cheesecake - schwer in Worte zu fassen, im Geschmack aber schlicht und einfach himmlisch. Ach so, das Topping hätte ich beinahe vergessen. Es besteht aus einem Erdbeer-Limetten-Curd, einer leichten Kokoscrème sowie frischen Beeren.



Was ihr dazu braucht:

(Für einen Kuchen von 20cm Durchmesser)

Für den Kokos-Limetten-Kuchen:
90g weiche Butter
190g Zucker
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
2 Limetten, abgeriebene Schale und Saft von einer halben davon
3 Eier, Zimmertemperatur
225g Ricotta, Zimmertemperatur
110g Kokosraspeln
110g gemahlene Mandeln (ohne Schale)
25g Mandelblättchen

Für den Erdbeer-Limetten-Curd:
220g Erdbeerpüree
1 Limette, abgeriebene Schale und Saft von einer halben davon
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
ca. 80g Zucker (nach Geschmack)
2 Eigelb
1 TL Maisstärke

Für die Kokoscrème:
150g Crème Double
2 EL Puderzucker
1 Limette, abgeriebene Schale
3 EL Kokosraspeln
2dl Sahne
1/2-1 Päcklein Sahnesteif

Zusätzlich:
Frische Beeren (z.B. Erdbeeren und Himbeeren)



Und so geht's:

1. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Springform mit 20cm Durchmesser mit Backpapier auskleiden und gut ausbuttern. Ca. die Hälfte der Mandelblättchen in die Form geben, so dass der Rand damit bedeckt sind (kleben am Butter).

2. Für den Kokos-Limetten-Kuchen Butter mit 145g des Zuckers und Vanillemark aufschlagen, bis die Masse deutlich heller ist. Limettenschale hinzugeben und kurz untermischen. Die Eier trennen und die Eigelbe einzeln unter die Buttermischung rühren.

3. Ricotta, Kokosraspeln und gemahlene Mandeln unterrühren. Eiweiss steif schlagen und dabei die restlichen 45g des Zuckers einrieseln lassen. Den Eischnee ganz langsam und sorgfältig unterheben.

4. Den Teig in die vorbereitete Form geben und mit den restlichen Mandelblättchen bestreuen. Für ca. 30-35 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Nach 30 Minuten die Stäbchenprobe machen. Wenn noch etwas kleben bleibt, noch weitere 5 Minuten backen und abermals die Stäbchenprobe machen. Es sollte nichts mehr am Stäbchen kleben, er sollte aber auch nicht zu lange im Ofen bleiben.

5. Für den Erdbeer-Limetten-Curd Erdbeeren in einen Topf geben, erwärmen und pürieren. Limettensaft, Limettenschale, Zucker und Vanillemark hinzugeben. Eigelb mit Maisstärke und evtl. etwas Wasser verrühren. Die Erdbeermasse ganz langsam zum Eigelb giessen (damit das Eigelb nicht stockt), anschliessend alles zusammen zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen und etwas eindicken lassen. Ca. 2/3 des Curds noch warm auf dem Kuchen verteilen, das restliche Drittel wird zu den einzelnen Kuchenstücken dazu serviert.

6. Für die Kokoscrème Crème Double mit Puderzucker und Limettenschale kurz aufschlagen. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und vorsichtig unter die Crème Double-Masse heben. Zum Schluss noch die Kokosraspel unterheben. Die Crème in einen Spritzbeutel geben und je nach Lust und Laune auf dem Kuchen verteilen. Mit frischen Beeren (ich habe Erdbeeren und Himbeeren genommen) dekorieren.



Die Geschmackskombination von Kokosnuss, Limette und Erdbeere ist schlicht und einfach genial. Die leicht säuerliche, aber doch liebliche Limette passt hervorragend zur Kokosnuss, die Erdbeeren sorgen für eine herrlich fruchtige Note und die Kokoscrème verleiht dem Kuchen noch etwas Cremigkeit, obwohl der Kuchen an und für sich schon saftig genug wäre. Hach ich bin verliebt. Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbacken,

eure Sarah



 





Sonntag, 26. März 2017

Schokoladen-Gugelhupf mit Aprikosen, Pekannüssen und Schoko-Popcorn

Lange ist es her seit meinem letzten Gugelhupf. Liegt daran, dass meine geliebte Gugelhupfform während meiner Arbeit in einem Café letzten Sommer falsch behandelt wurde und deswegen unbrauchbar geworden ist. Nun, endlich habe ich für Ersatz gesorgt. Und selbstverständlich musste ich Form bzw. Formen gleich ausprobieren, ich habe mich nämlich gegen eine grosse, dafür aber für zwei kleine entschieden.



In meinem Gugelhupf befindet sich seeehr viel Schokolade, in geschmolzener und, weil es nie genug schokoladig sein kann, in Würfelform. Was die Qualität der Schokolade betrifft wiederhole ich mich gerne: Ich empfehle euch, Zartbitterschokolade mit einem Kakaogehalt von mindestens 60% zu kaufen. Der Geschmack wird dadurch umso intensiver und schokoladiger, es lohnt sich also, etwas mehr Geld darin zu investieren. Zusätzlich haben getrocknete Aprikosen und geröstete Pekannüsse den Weg hinein gefunden. Die Kombination Aprikose und Schokolade mag ich sowieso ganz gerne, zudem sorgen diese getrockneten Früchte für eine angenehm säuerliche und fruchtige Note. Die Pekannuss ihrerseits verleiht ein nussiges Aroma. Das Topping besteht aus Aprikosenmarmelade, getrockneten Aprikosen, Pekannüssen und selbstgemachtem Schokoladen-Popcorn. Ja genau, Popcorn. Veredelt mit Schokolade. Und ich sage euch: Dieses verleiht dem Gugelhupf das gewisse Etwas und harmoniert einfach nur perfekt mit Schokolade, Frucht und Nuss.



Was ihr dazu braucht:

(Für zwei kleine Gugelhupfformen von Nordic Ware à 0.6l oder eine Springform von 20cm Durchmesser)

Für den Schokoladen-Gugelhupf:
125g Butter
100g Zartbitterschokolade
110g Zucker
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
2dl Milch, zimmerwarm
1 Ei
130g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
20g Kakao
60g Dörraprikosen, in kleine Würfel geschnitten
40g Zartbitterschokolade, grob gehackt
30g Pekannüsse, grob gehackt und geröstet

Für das Topping:
ca. 5 EL Aprikosenmarmelade
3-4 Dörraprikosen, in kleine Würfel geschnitten
10 Pekannüsse, grob gehackt und geröstet

Für das Schokopopcorn:
30g Popcornmais
30g Zartbitterschokolade



Und so geht's:

1. Die zwei Gugelhupfformen gut ausbuttern. Alternativ kann eine Springform von 20cm Durchmesser verwendet werden, diese mit Backpapier auskleiden und ebenfalls ausbuttern. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

2. Für den Schokoladen-Gugelhupf Butter in kleine Würfel schneiden, Schokolade ganz grob hacken. Beides gemeinsam über einem Wasserbad schmelzen.

3. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Kakao, Salz und Vanillemark vermischen.

4. Schokoladen-Butter-Mischungin eine Rührschüssel geben und kurz etwas abkühlen lassen. Zucker und Milch hinzugeben und mit einem Schwingbesen gut umrühren. Scliesslich noch das Ei beifügen und verrühren.

5. Mehlmischung dazusieben und abermals mit dem Schwingbesen gerade so lange verrühren, bis alles miteinander verbunden ist. Zum Schluss die gehackten Dörraprikosen, die Schokowürfel sowie die gehackten und gerösteten Pekannüsse unterheben.

6. Den Teig in die vorbereiteten Gugelhupfformen giessen und für ca. 20-25 Minuten backen. Nach der Backzeit die Stäbchenprobe machen. Alternativ den Teig in die vorbereitete Springform giessen und ebenfalls 25 Minuten im Ofen lassen. Wenn der Kuchen die Stäbchenprobe nicht besteht, einfach noch für 5 weitere Minuten im Ofen lassen und dann nochmals kontrollieren.

7. Für das Topping Aprikosenmarmelade in einen Topf geben und zum Kochen bringen, so kann sie noch etwas eindicken. Noch heiss über die Gugels oder den Kuchen giessen und nach Wunsch verteilen. Die gehackten Dörraprikosen sowie die gehackten und gerösteten Pekannüsse darüber streuen.

8. Für das Schokoladen-Popcorn Popcorn herstellen. Ich habe eine Popcorn-Maschine, wodurch das sehr einfach geht. Alternativ einfach ein kleines bisschen Öl in eine Bratpfanne geben, erwärmen, den Popcornmais hinzugeben und mit einem Deckel abdecken. Warten, bis das Popcorn entstanden ist. Wer das Popcorn nicht selber machen mag, kann sich natürlich auch Schokoladenpopcorn kaufen. Wobei dieses deutlich süsser ausfallen dürfte. Zartbitterschokolade über einem Wasserbad schmelzen, über das Popcorn giessen und gut verrühren, so dass alles schön mit Schokolade ummantelt ist. Anschliessend auf den Gugels oder dem Kuchen verteilen.



Diese Kreation ist einfach nur köstlich. Denn schokoladiger und saftiger geht es fast nicht mehr. Und trotzdem kommt, dank den getrockneten Aprikosen eine leicht fruchtig-säuerliche Note durch und die Pekannüsse geben dem ganzen ein nussiges Aroma. Und als wäre das noch nicht genug, gibt's noch Schokoladenpopcorn on top. Hach, himmlisch, ich sage euch. Viel Spass beim Ausprobieren,

eure Sarah.



 





Montag, 20. März 2017

Double Chocolate Chip Cookies mit Karamell und Pekannuss

Was macht man aus Zartbitterschokolade, Milchschokolade, Karamell und Pekannüssen? Genau, man macht die wohl besten Cookies, die ich je gegessen habe.



Wenn man mich fragt, wie DER perfekte Cookie sein muss, so ist die Antwort klar: Aussen schön knusprig, innen noch herrlich weich und chewy - so wie man es von den klassischen, amerikanischen Cookies kennt. Was hinein muss? Nun, in erster Linie sicherlich Schokolade. Ich liebe Schokolade. Deswegen reicht auch eine Sorte nicht aus, nein, es müssen zwei davon sein. Und so fanden Zartbitter- und Milchschokolade den Weg in die Cookies. Karamell mag ich aber auch sehr gerne. Was man in diesem schwierigen Entscheidungsdilemma macht? Genau, man umgeht es gekonnt und fügt den Cookies ganz einfach auch Karamell zu. Eine nussige Note darf natürlich auch nicht fehlen, weswegen meine liebste Nuss, die Pekannuss selbstverständich auch verarbeitet werden musste. Und da ich meinen Kreationen gerne einen speziellen Touch verleihe, bildet etwas "Fleur de Sel" den perfekten Abschluss. Zum Süssen habe ich übrigens braunen Zucker und Ahornsirup verwendet, die die karamellige und nussige Note noch unterstützen.



Was ihr dazu braucht:

(für ca. 10 Cookies)

75g Butter
50g Zartbitterschokolade
50g Milchschokolade
50g Karamellbonbons
30g Pekannüsse
160g Mehl
1 Prise Salz
1/4 TL Natron
85g brauner Zucker
45g Ahornsirup
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1 Ei

Zusätzlich:
etwas "Fleur de Sel"



Und so geht's:

1. Die Butter in einen Topf geben und schmelzen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

2. Die beiden Schokoladensorte, die Karamellbonbons und die Pekannüsse grob hacken. Ich empfehle übrigens, sowohl bei der Schokolade wie auch beim Karamell auf eine hohe Qualität zurückzugreifen. Es lohnt sich definitiv, die Cookies schmecken viel besser.

3. In einer Schüssel Mehl mit Salz und Natron vermischen.

4. In einer zweiten Schüssel die geschmolzene Butter mit dem Zucker, dem Ahornsirup und dem Vanillemark mit einem Mixer vermischen. Das Ei hinzufügen und kurz unterrühren.

5. Nun wird die Mehlmischung dazugesiebt. Zum Schluss die gehackte Schokolade, die Karamellwürfelchen sowie die gehackten Pekannüsse unterheben. Den entstandenen Teig in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

6. Den Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

7. Nun geht es ans Formen der Cookies. Dazu Kugeln von ca. 40g Formen und mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Mit etwas "Fleur de Sel" bestreuen. In der Mitte des Ofens für 13-15 Minuten backen. Die Cookies sollten aussen knusprig, innen aber noch herrlich chewy sein.

 

Man soll sich ja nicht selber loben - aber diese Cookies sind mir wirklich sehr gut gelungen. Sie sind angenehm süss und das "Fleur de Sel"-Topping gibt ihnen eine salzige Note, die einfach nur wunderbar zur Schokolade und zum Karamell passt. Die Pekannüsse sorgen zudem für die nussige Note. Ein Träumchen, ich sage es euch. Ausprobieren dringendst empfohlen. Ich wünsche euch viel Freude dabei,

eure Sarah.

 



Donnerstag, 16. März 2017

Himbeer-Haselnuss-Tartelettes

So langsam aber sicher kommt er, der Frühling. Herrlicher Sonnenschein, wärmere Temperaturen und die Natur, die wieder zum Leben erwacht - diese Jahreszeit gehört zu meinen liebsten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es nun endlich wieder einige meiner Lieblingsfrüchte und -beeren in guter Qualität zu kaufen gibt. Dazu gehört auch die Himbeere. Für meine neuste Kreation habe ich sie mit der Haselnuss kombiniert. Entstanden sind diese wundervollen Tartelettes.



Sie beginnen mit einem zitronigen Mürbeteig, auf dem eine Haselnussmasse, im Stil des klassischen "Frangipane", ihren Platz findet. Dieses Frangipane wird normalerweise mit Mandeln gemacht, die ich persönlich aber etwas weniger gerne mag als die Haselnuss. Was folgt sind frische Himbeeren. Das Tüpfchen auf dem i ist schliesslich ein Haselnuss-Honig-Topping, wie man es vom Bienenstich mit Mandeln kennt. Es rundet den Geschmack perfekt ab, da es im Ofen herrlich karamellisierte.



Was ihr dazu braucht:

(für 2 Tartelettes à 12cm Durchmesser)

Für den Mürbeteig:
100g Mehl
45g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale
50g Butter, kalt und in Stücken
1 Eigelb
evtl. etwas kaltes Wasser (je nach Grösse des Eigelbs)

Für das Haselnuss-Frangipane:
60g Butter, Zimmertemperatur
60g Puderzucker
1 Vanilleschote
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale
1 Ei, Zimmertemperatur
90-100g Haselnüsse, gemahlen

Für das Topping:
20g Butter
20g Honig
1/2 EL Milch
40g Haselnüsse, grob gehackt

Zusätzlich:
Himbeeren, nach Gutdünken



Und so geht's:

1. Für den Mürbeteig Mehl, Puderzucker, Salz, Zitronenabrieb und Vanillemark in eine Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Kalte Butterstücke hinzugeben und mit den Händen zu einer krümeligen, sandigen Masse verarbeiten. Das Eigelb hinzugeben und kurz zu einem Teig kneten. Je nach grösse des Eigelbs muss noch etwas kaltes Wasser hinzugegeben werden. Nachdem der Teig eine geschmeidige Konsistenz erhalten hat, in Frischhaltefolie einpacken und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

2. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

3. Für das Haselnussfrangipane Butter mit Puderzucker, Vanillemark und Zitronenschale kurz vermischen (am besten mit einem Mixer). Ei hinzugeben und unterrühren. Zum Schluss noch die Haselnüsse hinzugeben. Die Masse muss nicht grossartig verarbeitet und gemixt werden, nur solange, bis alles gut miteinander verbunden ist.

4. Den Mürbeteig ausrollen und auf zwei Tartelettesförmchen verteilen (eingefettet werden müssen diese übrigens nicht). Mit einer Gabel einstechen. Die Haselnussmasse gleichmässig auf beide Förmchen verteilen und nach Lust und Laune mit Himbeeren toppen.

5. Für das Topping Butter mit Honig und Milch in eine Pfanne geben und schmelzen lassen. Haselnussstücke hinzugeben, kurz umrühren und auf die Tartelettes verteilen.

6. Die Tartelettes werden im vorgeheizten Ofen für ca. 35 Minuten gebacken. Die ersten 20 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens, die verbleibenden 15 in der Mitte des Ofens.



Diese Tartelettes schmecken, ohne zu übertreiben, einfach göttlich. Der Mürbeteig ist wunderbar zitronig und knusprig. Die Haselnussmasse hat es in sich: süss, nussig, saftig und fast cremig - ein Träumchen. Die frischen Himbeeren harmonieren mit ihrer leichten Säure wunderbar mit der Haselnussfüllung und die Haselnuss-Honig-Masse, die im Ofen karamellisiert ist, bilden den perfekten Abschluss. Begeisterung pur. Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren,

eure Sarah.

 



Sonntag, 12. März 2017

Orangen-Tarte

Meine neuste Kreation habe ich der Orange gewidmet. Und zwar komplett der Orange. Und wie immer, wenn sich alles um einen Hauptdarsteller dreht, ist es eine Tarte geworden. Dass ich Tartes liebe, ist mittlerweile wahrscheinlich jedem bekannt. Warum das so ist? Nun, auf diese Art und Weise kann ich den Aromen einfach am besten gerecht werden und so viel wie möglich davon verwenden.



Die Tarte beginnt mit einem Orangen-Mürbeteig, den ich mit etwas Kardamom und Vanille aromatisiert habe. Eine dünne Schicht Zartbitterschokolade findet darauf ihren Platz. Anschliessend folgt das Herzsstück, ein köstlich cremiger Orangenpudding. Er enthält eine grosse Menge Orangen- und Blutorangensaft, Orangenschale und Honig, die Basis bilden Milch und Sahne. Als gewisses Etwas habe ich ein kleines bisschen Rumaroma hinzugegeben, das hervorrangend mit der Orange harmoniert. Das Topping besteht schliesslich aus purer Orange: Blond-, Halbblut- und Blutorangenscheiben sowie ein Orangengelée - sie alle sorgen für einen perfekten Abschluss und ein optisches Highlight.



Was ihr dazu braucht:

(für eine Springform von 18cm Durchmesser)

Für den Mürbeteig: 
150g Mehl
70g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Orange, abgeriebene Schale
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1/4 TL Kardamom
75g Butter
1 kleines Ei
evtl. etwas Wasser oder Mehl (je nach Konsistenz des Teiges)

Für den Orangenpudding:
2dl Milch
0.75dl Sahne
1/4 TL Kardamom
1/4 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
40-50g Zucker
1 EL Honig
einige Tropfen Rumaroma (z.B. von Dr. Oetker, nach Geschmack und Gutdünken)
0.5dl Orangensaft
0.5dl Blutorangensaft
2 Orangen, abgeriebene Schale
3 Eigelb
30g Maisstärke

Für das Topping:
1 Blondorange
1 Halbblutorange
1 Blutorange

Für das Orangengelée:
0.5dl Orangensaft
1 Blatt Gelatine
2-3 Tropfen Rumaroma (nach Geschmack und Gutdünken)
1/2 EL Zucker (nach Geschmack und Gutdünken)

Zusätzlich:
30g Zartbitterschokolade



Und so geht's:

1. Für den Mürbeteig Mehl, Puderzucker, Salz, Orangenabrieb, Kardamom und Vanillemark in eine Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Kalte Butterstücke hinzugeben und mit den Händen zu einer krümeligen, sandigen Masse verarbeiten. Das Ei hinzugeben und kurz zu einem Teig kneten. Je nach dem muss noch etwas kaltes Wasser (wenn der Teig zu trocken ist) oder Mehl (wenn der Teig zu feucht ist) hinzugegeben werden. Nachdem der Teig eine geschmeidige Konsistenz erhalten hat, in Frischhaltefolie einpacken und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

2. Eine Springform (18cm Durchmesser) mit Backpapier auskleiden, eingefettet werden muss sie nicht. Nach der Kühlzeit den Teig ausrollen und in die vorbereitete Springform geben (der Rand sollte ca. 3-4cm hoch sein). Nochmals für 30 Minuten in den Kühlschrank geben. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden der Tarte mit einer Gabel einstechen und anschliessend für 20 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens blind backen (mit Backpapier und Backbohnen). Anschliessend die Backbohnen und das Backpapier entfernen und für weitere 20 Minuten backen, dieses mal in der Mitte des Ofens. Anschliessend aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

3. Die Zartbitterschokolade über einem Wasserbad schmelzen und auf dem abgekühlten Mürbeteig verteilen. In den Kühlschrank stellen, damit die Schokolade fest werden kann.

4. Für den Orangenpudding Milch und Sahne gemeinsam mit Kardamom, Vanille, Zucker, Honig und Rumaroma erwärmen. In einer Schüssel Orangensaft mit Orangenschale, Eigelb und Maisstärke gut verrühren (am besten geht das mit einem Schwingbesen). Nun die warme Sahnemischung ganz langsam und unter ständigem Rühren (damit die Eigelbe nicht stocken) zum Eigemisch giessen. Anschliessend zurück in den Topf giessen und unter ständigem Rühren aufkochen, damit der Pudding eindicken kann. 1-2 Minuten kochen lassen, wiederum unter ständigem Rühren, dann in den vorbereiteten Mürbeteig geben. Die Oberfläche glatt streichen und zunächst bei Raumtemperatur, anschliessend im Kühlschrank fest werden lassen.

5. Für das Topping Orangen halbieren, mit einem Messer die Schale entfernen und in Scheiben schneiden. Je nach Wunsch und Gutdünken auf dem Orangenpudding anrichten.

6. Für das Orangengelée Gelatine nach Packungsangaben in kaltem Wasser einweichen. Orangensaft mit Zucker, Honig und Rumaroma aufkochen, vom Herd nehmen. Gelatine ausdrücken, zum Orangensaftgemisch geben und rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Etwas abkühlen lassen und anschliessend auf den Orangenscheiben verteilen.



Diese Tarte hat alles, was das Herz begehrt: Sie ist knusprig, angenehm süss, leicht säuerlich, würzig und cremig - einfach wundervoll. Und vor allem wird sie ihrem Hauptdarsteller, der Orange, vollends gerecht. Mehr Orange geht nämlich fast nicht. Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren,

eure Sarah.