Sonntag, 9. Oktober 2016

Gewürzte Müesli-Maisgriessschnitten mit Trauben und Honig

Als mich die liebe Fabienne von Freiknuspern vor einiger Zeit gefragt hat ob ich ein Rezept für ihren ersten Bloggeburtstag kreieren möchte, musste ich nicht zweimal überlegen und habe direkt zugesagt. Warum? Nun, diese Frage ist relativ schnell beantwortet. Ich mag ihren Blog. Ich mag ihn sogar sehr. Ihre Rezepte, ihre Fotos und ihre Texte begeistern mich jedes mal auf's Neue und ich freue mich bereits jetzt auf neue Kreationen.

Das Besondere an ihrem Blog ist, dass er Rezepte für Allergiker beinhaltet. Da ich auf meinem Blog weder gluten-, laktose- noch zuckerfrei backe, war das Kreieren eines Rezeptes nicht ganz einfach. Aus gesundheitlichen Gründen muss ich ernährungstechnisch zwar auf einiges verzichten, meine Kuchen und Tartes fallen deswegen in die Rubrik "Cheat day" oder ich verwöhne meine Lieben damit. Da mir glutenfreies Mehl zu simpel war, bin ich auf meiner Suche relativ bald einmal auf Maisgriess / Polenta gestossen. Unter allen Getreidesorten zeichnet sich der Mais durch eine besondere Grösse und seinen kräftigen Wuchs aus. Er ist das einzige Getreide, bei dem männliche und weibliche Blüten getrennt auf derselben Pflanze gebildet werden. Zudem gilt er als einziges Getreide, dessen Herkunft auf dem amerikanischen Kontinent zu finden ist. So fingen südamerikanische Indianer bereits 3400 bis 2300 vor Christus an, Mais anzubauen. Wie in allen Hochkulturen bildete er dessen Lebensgrundlage. Und zum Schluss noch etwas Interessantes aus der Mythologie: Die Maya erzählten in ihrem Schöpfungsmythos "Popol Vuh" nämlich, dass die Götter die ersten Menschen aus Maismasse geformt haben - eine komische Vorstellung...



Nun gut, zurück zu meinen Polentaschnitten. Da das Thema "Müesli" war, habe ich mir aus meinen liebsten Zutaten mein eigenes Müesli kreiert. Und so fanden Haferflocken, Quinoapops, Kürbiskerne, Korinthen und Cashewkerne ihren Platz darin. Die Süsse wird ihnen von Honig verliehen, die würzige Note von etwas Rosmarin. Und da momentan gerade Traubenzeit ist, gibt's für die Fruchtigkeit noch ein paar der dunklen Sorte dazu. Einen Teil der Müeslimischung, die Cashewkerne und die Korinthen, findet sich sowohl im Teig als auch im Topping wieder, der restliche Teil nur im Topping und sorgt so für einen crunchigen Abschluss. All diese Müeslizutaten lassen sich übrigens beliebig durch eure liebsten Nüsse, Kerne oder Trockenfrüchte ersetzen.

Was ihr dazu braucht:

Für die Polentaschnitten:
50g Cashewkerne
65g Maisgriess
25g Maisstärke
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
100g Pflanzenmargarine, weich
100g Honig
1 Zitrone, abgeriebene Schale
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
1 Zweig Rosmarin
2 Eier
100g Nature Joghurt, laktosefrei
40-50g Korinthen

Für das Topping:
100g dunkle Trauben
25g Haferflocken
10g Quinoapops
1 handvoll Kürbiskerne
20g Cashewkerne
1 handvoll Korinthen
4 EL Honig
1 Zweig Rosmarin



Und so geht's:

1. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine rechteckige Form (16x25cm Durchmesser) mit Backpulver auskleiden (am besten kurz einfetten, dann hält das Backpapier besser), und mit etwas Margarine bestreichen.

2. Cashewkerne mahlen und kurz anrösten. Dann mit Polenta, Maisstärke, Backpulver und Salz mischen.

3. Rosmarin klein hacken. Pflanzenmargarine, Honig und Vanillemark mit einem Handrührgerät cremig rühren. Zitronenschale und Rosmarin beigeben. Die Eier einzeln unterrühren und anschliessend den Joghurt ebenfalls hinzugeben. Polentamischung rasch einarbeiten und zum Schluss die Korinthen unterheben.

4. Den Teig in die Form geben, glatt streichen und für 15-20 Minuten vorbacken.

5. Während der Kuchen backt, die Trauben halbieren und von den Kernen befreien. Cashewkerne grob hacken und gemeinsam mit Haferflocken, Quinoapops und Sonnenblumenkernen kurz anrösten. Den Rosmarin wiederum ganz fein hacken. Honig in einen Topf geben, den Rosmarin hinzugeben und gemeinsam erwärmen und auf geringer Stufe ein paar Minuten köcheln lassen.

6. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Zunächst die halbierten Trauben, dann die Müeslimischung und die Korinthen darauf verteilen. Schliesslich den aromatisierten Honig darüber träufeln. Für 15 weitere Minuten fertig backen.

7. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschliessend in Quadrate schneiden und geniessen.



Was soll ich sagen, vom Geschmack dieser Schnitten bin ich absolut begeistert. Unglaublich saftig, schön süss und fruchtig, und durch das Müeslitopping auch knusprig - kurz gesagt haben sie alles, was meine Kreationen haben müssen. Und sie eignen sich bestens zum Frühstück oder als kleiner, gesunder Snack zwischendurch. Überzeugt euch am besten selber und probiert's aus. Ich wünsche euch viel Freude dabei,

eure Sarah. 

 

Informationen über den Mais finden sich hier: http://lexikon.huettenhilfe.de/getreide/mais.html; http://gartenbuch.shoutwiki.com/wiki/Mais)

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