Freitag, 7. April 2017

Buttrige Hefebrötchen

Ein Rezept, das ich euch schon lange vorstellen wollte, ist das meines Hefezopfs. Denn diesen gibt es für meine Familie jeden Sonntag zum Frühstück. Und wie mein Papa so schön zu sagen pflegt, ohne ihn ist es eben kein richtiger Sonntag.



Passend zu Ostern habe ich den Teig dieses Mal in kleine Brötchen verwandelt, denn so passen sie perfekt zum Osterbrunch. Das Rezept dazu habe ich von meiner Mama, die es wiederum von ihrer Mama bekam. Ein paar Kleinigkeiten habe ich verändert und so wurde daraus das für mich beste Hefezopfgebäck. Wie ihr Name schon sagt basieren sie auf einem Hefeteig, der mit einer grossen Menge Butter angereichert ist. Ich kann euch sagen, fluffiger und saftiger geht es fast nicht. Das Geheimnis dazu? Nun, erstens werden die Zutaten in lauwarmer Temperatur verarbeitet. Zweitens wird ein Vorteig hergestellt, damit sich die Hefe bereits ein erstes Mal entfalten kann. Und drittens wird der Teig sehr sehr lange mit einer Küchenmaschine, und anschliessend aber auch noch von Hand bearbeitet. Die Brötchen lassen sich übrigens je nach Lust und Laune mit vielen weiteren Zutaten wie Rosinen, Schokolade oder getrockneten Aprikosen z.B. anreichern. Oh etwas noch, bevor ich euch dann das Rezept verrate. Ihr könnt sie auch sehr gut einfrieren und wann immer ihr Lust habt herausnehmen und kurz, mit etwas Wasser beträufelt, nochmals aufbacken. Sie schmecken wie frisch zubereitet.



Was ihr dazu braucht:

(Für 7-8 Brötchen à 120g)

Für den Hefeteig:
500g Mehl
22g Hefe
2.5dl Milch
100g Butter
1 Ei
4 TL Zucker
1 TL Salz

Zusätzlich:
Hagelzucker oder Mandeln für das Topping
1 Ei
etwas Milch



Und so geht's:

1. Für den Hefeteig Mehl in eine Schüssel geben. Milch lauwarm erwärmen. Wichtig ist hier, dass die Temperatur wirklich lauwarm ist. Denn sowohl bei einer zu kalten als auch einer zu heissen Temperatur fühlt sich die Hefe nicht wohl. Einen kleinen Teil davon in ein Glas geben. Die Hefe darin auflösen und 1 TL des Zuckers dazugeben. Nun in der Mitte des Mehls eine Mulde formen und dieses Hefe-Milch-Gemisch hineingiessen. Mit wenig Mehl vermischen und bedecken. Mit einem Tuch zudecken und an einem warmen Ort bei ca. 30 Grad 15-30 Minuten gehen lassen (Vorteig).

2. In der Zwischenzeit die Milch nochmals lauwarm erwärmen. Die Butter in Stücken dazugeben und darin schmelzen lassen. Vom Herd nehmen und das Ei hinzugeben. Gut verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.

3. Wenn sich der Vorteig entwickelt hat, diese Milchmischung sowie das Salz und den Rest des Zucker hinzugeben. Wer mag kann ein paar Gewürze wie Zimt, Vanille oder Kardamom hinzugeben, oder aber auch etwas erfrischendes wie Orangen- oder Zitronenschale. Mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine für ca. 15 Minuten "kneten". Anschliessend noch ca. 5 Minuten von Hand zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Erneut mit einem Tuch abdecken und für 1 Stunde bei wiederum 30 Grad gehen lassen.

4. 8 kleine "Kuchenförmchen" mit einem Durchmesser von 8cm mit Butter einfetten. Solltet ihr keine solche Förmchen haben, könnt ihr die Brötchen auch einfach auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen. Den Hefeteig aus der Schüssel nehmen. Dies ist nun der Punkt, an dem ihr was auch immer ihr mögt zum Teig hinzufügen könnt, beispielsweise ein paar Schokowürfelchen oder Rosinen. Teigstücke von jeweils 40g abwiegen und zu kleinen Kugeln formen. Jeweils 3 Kugeln in ein Förmchen oder auf das Backblech geben. Anstatt 3 Kügelchen à 40g könnt ihr auch eine Kugel von 120g abwiegen und in die Form bzw. auf das Backblech geben. Mit einem Küchentuch bedecken und nochmals für 30 Minuten aufgehen lassen. Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

5. Ein Ei mit etwas Milch vermischen und die Oberfläche der Brötchen damit bestreichen. Nun könnt ihr je nach Geschmack etwas Hagelzucker oder Mandelstifte darüber verteilen. Sie schmecken aber auch ohne Topping himmlisch. Für ca. 14-15 Minuten in der Mitte des Ofens backen.



Diese Brötchen sind für mich eine perfekte Köstlichkeit zum Frühstück, zum Brunch oder aber auch zum Abendessen. Ich mag sie am liebsten mit, ja ich weiss, noch mehr Butter, aber wenn schon denn schon. Dazu nehme ich dann etwas Marmelade, momentan gerade Erdbeere, oder Akazienhonig. Probiert sie doch selber aus und überzeugt euch von ihrem unglaublichen Geschmack. Ich wünsche euch viel Freude dabei,

eure Sarah.


 
 

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