Samstag, 13. Januar 2018

Safran-Kokos-Gugelhupf mit Cranberries und Schokolade

Etwas, das schon sehr lange auf meiner "to-bake-with"-Liste steht, ist Safran, das bekanntermassen teuerste Gewürz der Welt. Höchste Zeit also, endlich etwas damit zu kreieren. Obwohl er vor allem aus salzigen Kreationen wie beispielsweise einem Risotto bekannt ist, schmeckt er mir süss fast noch besser. Denn sein intensiver Eigengeschmack gibt jedem Kuchen das gewisse Etwas. So auch diesem hier. Übrigens: In meiner Heimat, dem Kanton Wallis in der Schweiz, gibt es seit mehreren Jahrhunderten eine "Safranplantage", die einzige in der Schweiz. In Mund, auf ca. 1200 Metern über Meer, hat der Anbau dieses kostbaren Gewürzes aufgrund hervorragender klimatischer Bedingungen Tradition. Aber freut euch nicht zu früh - ernten darf man ihn nämlich nicht. Dies ist nur ganz wenigen vorbehalten.



Falls ihr denkt hui, dieses Mal hat sie es mit der Sättigung aber leicht übertrieben, kann ich euch beruhigen: Mein Gugelhupf erstrahlt tatsächlich in dieser leuchtend gelb-orangenen Farbe. Ich habe den Safran mit Kokosnuss kombiniert, deren exotisches Aroma hervorragend mit dem Safran harmoniert. Für die fruchtige Note sorgen getrocknete Cranberries. Abgerundet wird das Ganze durch eine köstliche Schokoladenganache. Die herbe Schokolade und der würzige Safran - ein Hochgenuss sondergleichen. Ihr merkt schon - diese Kreation hat es mir sehr angetan und so handelt es sich bei ihr um eine meiner Liebsten hier auf dem Blog. Das Rezept dazu ist eigentlich zufällig so gut geworden. Denn eigentlich hatte ich mir im Voraus andere Mengenangaben notiert. Da ich aber immer mehrere Dinge gleichzeitig mache (Backen, Memos sprechen, Serien schauen...), habe ich fälschlicherweise die doppelte Menge Kokosdrink verwendet - zum Glück! Denn der Gugelhupf ist dadurch unglaublich saftig und fluffig geworden.



Was ihr dazu braucht:

(Für einen kleinen Gugelhupf)

Für den Gugelhupf:
100g Butter
390mg Safran, gemahlen (3 Briefchen bei mir)
150ml Kokosdrink
1 Ei
125g Zucker
1 Prise Salz
110g Mehl
2 EL Kokosraspeln
ca. 1/4 TL Backpulver
45g Cranberries, getrocknet

Für die Schokoladenganache:
50ml Sahne
50g Zartbitterschokolade

Zusätzlich:
Etwas Mehl
Kokosraspeln für die Dekoration
Safranfäden für die Dekoration



So geht's:

1. Butter in eine Pfanne geben und schmelzen. Safran hinzugeben, mit einem Schneebesen gut verrühren und abkühlen lassen.

2. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Gugelhupfform mit Butter gut einfetten.

3. In der Zwischenzeit Cranberries mit ganz wenig Mehl vermischen, dies sorgt dafür, dass sie beim Backen nicht alle nach unten absinken. Ei mit Zucker und Salz cremig aufschlagen. Bezüglich Kokosdrink: Ich habe nicht pure Kokosmilch verwendet, sondern den Kokosdrink von Alpro, der neben Kokosmilch auch noch Wasser und Reis enthält. Butter abwechselnd mit dem Kokosdrink unter die Ei-Zucker-Mischung rühren. Mehl mit Backpulver und Kokosraspeln vermischen, dazusieben und nur so lange einrühren, bis alle Zutaten miteinander verbunden sind. Zum Schluss die Cranberries (ohne das Mehl) unterheben.

4. Den Teig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen und für 23-25 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Die Backzeit hängt dabei von eurem Ofen und eurer Gugelhupfform ab: Ich habe eine kleine von Nordic Ware - Darin backen die Kuchen relativ schnell. Am besten nach 23 Minuten die Stäbchenprobe machen und dann eventuell noch länger im Ofen lassen. Herausnehmen und komplett abkühlen lassen.

5. Für die Schokoladenganache die Schokolade grob hacken. Die Sahne in einen kleinen Topf geben und bis kurz vor dem Kochen erwärmen. Vom Herd nehmen und die Schokolade hinzugeben. Rühren, bis sie komplett geschmolzen ist. Anschliessend nach Belieben über den Gugelhupf giessen. Mit Kokosraspeln und Safranfäden dekorieren.



Wie ihr es bereits meinen einleitenden Worten entnehmen konntet, bin ich von dieser Kreation unglaublich begeistert. Die Würze des Safrans, die exotische Note der Kokosnuss, das Fruchtige der Cranberries und das leicht herbe Aroma der Zartbitterschokolade - Ein geschmackliches Feuerwerk sondergleichen. Ich hoffe, dass euch dieser Gugelhupf mindestens genau so gut mundet wie mir. Ich wünsche euch viel Spass beim Ausprobieren,

eure Sarah.

1 Kommentar:

  1. Wow, was für eine tolle Farbe! Ich habe nicht gewusst, dass in der Schweiz Safran angebaut wird. Da zeigt es sich mal wieder, dass man auf Blogs nicht nur tolle Rezepte findet, sondern auch noch dazu lernt.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße Maren

    AntwortenLöschen